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Geologie

Das Gebiet um Mailberg ist an der Oberfläche vorwiegend von Meeresablagerungen aus der Erdneuzeit aufgebaut. Vor 15 - 17 Millionen Jahren lag Mailberg am westlichen
Rand eines Meeres, das als Paratethys bezeichnet wird. Das Meer reichte zeitweise von Wien über das heutige Schwarze Meer und den Kaspischen See bis zum Aralsee
und hatte Verbindungen zum Mittelmeer und dem Indischen Ozean. Die Ablagerungen, auf denen heute der Wein wächst, stammen aus einem seichten, zeitweise tropischen Meer.

GeologieTafelB1

Davon zeugen unzählige Reste von fossilen Muscheln, Schnecken, aber auch Korallen. Der Buchberg westlich von Mailberg ist eine der höchsten Erhebungen des Weinviertels. Er wird in seinem oberen Teil von ca. 15 Millionen Jahre alten Sanden, Tonen und Kalken aufgebaut. Die Kalke enthalten vorwiegend Reste von fossilen Rotalgen, Muscheln und Schnecken.

muschel

Der Sockel dieses Berges und die Hügel östlich von Geologische Bundesanstalt Dr. Reinhard ROETZEL, Neulinggasse 38, A-1031 Wien, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Mailberg bestehen aus ca. 2 Millionen Jahre älteren Sanden und Tonen. Charakteristische Schichtungsmerkmale in all diesen Ablagerungen lassen erkennen, dass in dem Meer immer wieder schwere Stürme tobten, die die Ablagerungen von der Küste hinaus in das offene Meer verfrachteten.

Geologie

Viel seltener blieben in der Umgebung von Mailberg Ablagerungen aus dem Quartär, wie z.B. der Löss, erhalten. Dieser wurde vorwiegend zwischen 400.000 und 15.000 Jahre vor heute in den trockenen, kalten Perioden der sogenannten „Eiszeit“ gebildet. In der damaligen vegetationsarmen Kältesteppe konnten die Winde ältere Ablagerungen ausblasen und verfrachten. Im Windschatten der Hügel wurde dieser feine Staub als Löss dann wieder abgelagert.